Eisenbahn in Chur

Chur ist der Verkehrsknotenpunkt Graubündens

Nicht nur für den Strassenverkehr des Alpenkantons ist Chur von zentraler Bedeutung, sondern auch für den Schienenverkehr: Die SBB verbindet sich hier mit der rhätischen Bahn

Zur Geschichte der rhätischen Bahn

Gute Ideen erscheinen im Nachhinein immer wie selbstverständlich. Die Idee einer Bündner Gebirgsbahn erscheint aber heute noch wundervoll. Weil die Rhätische Bahn die Schönheit der Landschaft, die Kraft der Technik und das Verbindende von Gedanken miteinander vereint.

Viele Ideen sind nur kurze Geistesblitze, die sogleich im Dunkel der Geschichte verglimmen. Die Idee einer Bündner Gebirgsbahn aber hat ihre Leuchtkraft bewahrt. Denn diese Idee ist zu einem lebendigen Kulturdenkmal und modernen Unternehmen zugleich geworden. Gut 1300 Menschen sorgen heute dafür, dass die Rhätische Bahn eine Jahrtausende alte Kulturlandschaft erfahrbar macht, dass die Rhätische Bahn auf schönste Weise Menschen miteinander verbindet, dass die Rhätische Bahn auch in Zukunft die Harmonie von Natur und Technik in aller Sinnlichkeit erlebbar macht. Die Idee einer Bündner Gebirgsbahn begann bereits 1888 Wirklichkeit zu werden. Auf die Initiative des Niederländers Willem-Jan Holsboer wurde damals die Schmalspurbahn Landquart–Davos AG  gegründet. Noch im selben Jahr erfolgte der Spatenstich und bereits 1890 fuhren die Dampfzüge von Landquart nach Davos hinauf. Als «jäher und zäher Aufstieg, der nicht enden zu wollen scheint», beschrieb Thomas Mann, der berühmte Schriftsteller, solch eine Fahrt in die «heilig-phantasmagorisch sich türmende Gipfelwelt». Nur ein Vierteljahrhundert nach dem ersten Spatenstich war fast das ganze Streckennetz der Rhätischen Bahn gebaut. Und seither bietet die Fahrt in der Rhätischen Bahn ein elementares Erlebnis: Im Blickfeld die erhabene Bergwelt zwischen Schrecken und Schönheit, erfahrbar in der Behaglichkeit des Zugabteils. Und wie einst winden sich die Züge auch heute noch auf abenteuerlichen Strecken ins Hochgebirge hinauf, immer noch sind die Tunnels gleich stockfinster wie ehedem, und immer noch ist es gleich beglückend, wenn nach dem finsteren Tunnel der Tag zurückkehrt – und mit ihm die grandiose Aussicht auf die Bergwelt. Darin drückt sich auch die kulturelle Kontinuität der Rhätischen Bahn aus: Die bahntechnischen Pionierleistungen vergangener Tage, die frühe……. zum Gesamtartikel

Startet man in Chur, lassen sich mit der rhätischen Bahn weltberühmte Strecken befahren. Ein absolutes “must do” für Natur- und Eisenbahn-Fans!

Chur: News aus Bistum

Neuigkeiten aus dem Bistum Chur

Über Religion, und vor allem über die weltliche Ausprägungen davon, lässt sich trefflich diskutieren. Hier ein Beispiel aus dem Tagesanzeiger:

Der Volketswiler Pfarrer Marcel Frossard bedauert den fehlenden Widerstand gegen Weihbischof Eleganti. Die offiziellen Vertreter der Zürcher Staatskirche würden kuschen, sagt er.

Chur: Das Bistum gibt zu Reden.

Chur: Bistum

«Das Bistum Chur wird zur Sekte»

Herr Frossard, Sie waren zu Haas’ Zeiten in der kantonalkirchlichen Exekutive, die dem ungeliebten Churer Bischof den Geldhahn zudrehte. Heute hat die Zürcher Kirche mit Vitus Huonder und Marian Eleganti konservative Bischöfe im Doppelpack. Warum regt sich kein Widerstand?
Es ist heute schlimmer als zu Haas’ Zeiten. Damals durfte ich feststellen, dass viele glaubwürdige Priesterkollegen gleich dachten wie ich. Ein grosser Teil des Klerus trug den Widerstand gegen Haas mit. Heute ist meine Generation nicht mehr da, einige haben geheiratet, andere sind gestorben oder nicht mehr aktiv in der Kirche. Ich wäre sofort bereit gewesen, wieder auf die Barrikaden zu gehen, diesmal gegen Marian Eleganti. Trotzdem wage ich das nicht mehr. Weil aus dem Klerus nichts kommt.

Und warum kommt nichts?
Die jüngeren Priester sind viel konservativer als früher. Kein junger Mann schlägt heute die priesterliche Laufbahn ein, der nicht sehr fromm und konservativ ist. Auch die vielen ausländischen Priester aus Polen oder Indien sind sehr hierarchiebewusst und konservativ. Und unter den Laientheologen gibt es viele Deutsche; die sind zwar nicht unbedingt konservativ, aber sehr vorsichtig. Sie haben Angst, dass ihnen gekündigt wird.

Auch an der Basis der Gläubigen regt sich kaum Widerstand.
Viele denken sich: Gegen Haas waren wir stark. Trotzdem ist die Restauration zurückgekehrt. Warum also sollte ich mich noch in dieser Kirche engagieren und gegen sie kämpfen? Lieber bin ich für mich selber unterwegs. Auch haben wir keine Jugendvereine wie Blauring und damit kein Rekrutierungsreservoir mehr. Die jungen Erwachsenen gehen eh weg von der Kirche. Zum Glück, muss man sagen. Denn in 100 Jahren wird es Rom hoffentlich nicht mehr geben. Die Kirche im Bistum Chur wird zur Sekte und dann auch verschwinden.

Der TA hat neulich publik gemacht, dass Eleganti 15 Jahre lang zu einer kirchlich verbotenen Gemeinschaft gehörte, die sich auf Privatoffenbarungen stützte und einem apokalyptischen Marienglauben huldigte. Ist ein solcher Mann überhaupt tragbar?
Sicher nicht. Muss sich jemand auf Offenbarungen berufen, ist das immer ein Mangel an Eigenverantwortung und Ich-Stärke. Für mich ist das schlimmste Dogma jenes der Inspiration. Schon wer die heiligen Schriften wörtlich nimmt, und noch schlimmer, wer sich auf Privatoffenbarungen beruft, nimmt Gott in Geiselhaft. Alle heiligen Schriften, ob Altes und Neues Testament oder der Koran, sind Produkte des Menschen und damit subjektiv.

Eleganti sagt gegenüber der Presseagentur Kipa, wer nicht selber im religiösen Dschungel ums Überleben gekämpft habe, der könne auch nicht die Rolle eines sicheren Führers übernehmen. Muss, wer ein guter Hirte sein will, mal in einer Sekte gewesen sein?
Das ist doch absurd. Überdies glaube ich nicht, dass sich die Frömmigkeit eines Menschen wandelt. Das Eingebundensein in bestimmte Frömmigkeitsformen ist ein Wesensbestandteil eines Menschen, da ändert er……..  hier der Artikel in voller Länge.

Das Bistum Chur sorgt immer wieder für Gesprächsthema:

Bereits vor zwei Jahren wurde dieses Video aufgezeichnet

Chur: Der Bär M13 hat ausgetanzt

Leider ist ein Nebeneinander oder gar Miteinander von Mensch und Natur nicht immer einfach. Der Tagesanzeiger berichtet:

M13 kommt ins Naturmuseum Chur

Der Bär M13 wurde gestern im Puschlav abgeschossen. Sein Verhalten habe nicht mehr korrigiert werden können, sagen Bund und Kanton Graubünden. Wie ein Bär zum Risikobären wurde.

Chur: Da tanzt der Bär nicht mehr, er wurde abgeschossen.

M13 war der sechste oder siebte Bär, der in die Schweiz eingewandert ist. Er stammte wie seine Artgenossen aus einem Wiederansiedlungsprojekt im italienischen Trentino, 50 Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt. Seit 2010 streifte er durch das Grenzgebiet zwischen der Schweiz, Österreich und Italien.

Im April 2012 wandert der Braunbär vom Südtirol her ins Unterengadin ein. Er wird sogleich von den Wildhütern eingefangen und als «auffälliger Bär» mit einem Senderhalsband versehen. Bei dieser Gelegenheit stellen die Behördenvertreter fest, dass M13 im Winter 20 Kilogramm an Gewicht zugelegt hat. Das heisst, dass sich der Bär wahrscheinlich den Bauch mit Nahrungsabfällen aus Menschenhand vollgeschlagen hat, statt Winterruhe zu halten.

Honig und Esel

Zum Missfallen von Imkern und Landwirten räumt M13 Bienenstöcke aus und reisst insgesamt rund dreissig Nutztiere, darunter Schafe und einen Esel. Im Mai 2012 wird der Bär von einem Zug angefahren, überlebt aber.

Biologen, Wildhüter, Jäger und Touristen beobachten den Braunbären. Manchmal weicht er Menschen aus, in anderen Fällen nähert er sich ihnen auch bis auf weniger als zehn Meter. Jemand aus der Bevölkerung berichtet, er sei vor dem Fernseher gesessen und habe M13 unbeeindruckt vor dem Fenster vorbeilaufen sehen. Die Experten von Bund und Kanton Graubünden erstellen aufgrund der Beschreibungen eine «Wesensanalyse». Fazit: Alles deute darauf hin, dass M13 nicht aggressiv, aber wenig scheu sei.

Sorgen bereitet den Behörden, dass sich der Bär an Futter aus menschlichen Siedlungen gewöhnt. Mit Knallpetarden und Gummischrot versuchen ihn die Wildhüter zu vertreiben, doch die Behörden halten fest: «Leider hatte das Vergrämungsprogramm kaum Wirkung.»

Vom «Problembären» zum «Risikobären»

Im November 2012 steigt der Bär schliesslich durch ein Fenster bei einem Maiensäss in einen Schuppen ein und frisst sich mit Kartoffeln voll. Damit steht das Schicksal des Bären so gut wie fest: Intern stufen die Behörden M13 als Risikobären ein. Das «Konzept Bär», das den Umang mit Bären in der Schweiz regelt, sieht den Abschuss von Risikobären vor.

Während sich M13 in die Winterruhe rettet, sprechen die Schweizer Behörden noch im November mit Vertretern des italienischen Wiederansiedlungsprojekts über eine mögliche Rückführung des Bären nach Italien. Offenbar wird man sich nicht einig.

Mädchen erschreckt

Am 8. Februar beendet M13 seine Winterruhe und wandert im Puschlaver Talboden umher. Im Weiler Miralago folgt der Bär einem Spaziergängerpaar aus Italien, die Frau soll mit einem Stock nach dem Bären geschlagen haben. Ein 14-jähriges Mädchen beobachtet die Szene und erschrickt. Zu einem Angriff……. hier zum Originaltext im Tagesanzeiger

Bären sind wunderbare, doch ind er Nähe eine Stadt wie Chur, auch gefährliche Wesen. Ein Video: